Heimliche Begleiter - soziale Herkunft & Bildung: Neustart 2017 mit Schwerpunkt "Theater der Unterdrückten"

Hintergrund

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Viele Menschen ohne akademischen Bildungshintergrund, die trotz des selektiven Bildungssystems den Weg in eine Universität oder Fachhochschule gefunden haben, erfahren auf vielfältige Weise, dass sie nicht dazu gehören bzw. dass die Hochschulen nicht für sie gemacht sind. Die Universität präsentiert sich als ein Ort mit einer fremden Sprache und Kultur. Auch im Beruf und Alltagsleben sind sogenannte soziale Aufsteiger permanent damit konfrontiert sich in einer (oftmals akademisch geprägten) Welt zurecht zu finden, die sie nicht oder nur zum Teil kennen. Zur Folge kann dies Versagungsängste und Unzulänglichkeitsgefühle bis hin zur Leugnung der eigenen sozialen Herkunft haben. Dagegen anzugehen bedarf es einer grundlegenden Auseinandersetzung mit der eigenen „Gewordenheit“, der Hinterfragung struktureller Bedingungen sowie Möglichkeiten alternativer Handlungsansätze.


Projektziele

  • Sensibilisierung bzgl. der eigenen soz. Herkunft, der eigenen Bildungsbiografie und ihren Auswirkungen aus das Handeln
  • Auseinandersetzung mit strukturellen Bedingungen im (deutschen) Bildungssystem
  • Auseinandersetzung mit der aktuellen eigenen Studium- und Berufssituation
  • Empowerment durch Austausch und Erprobung von Handlungsansätzen sowie Netzwerkbildung

Projektablauf

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Mit Hilfe der Methoden des „Theaters der Unterdrückten“ nach Augusto Boal geht es darum, Handlungsalternativen im Alltagsleben, Berufsleben und Hochschulalltag auch theatralisch auszuprobieren – um auf diese Weise das Selbstbewusstsein und die Handlungskompetenz von Studierenden und Berufstätigen ohne akademischen Bildungshintergrund zu fördern. Im Rahmen des Projektes werden aufeinander aufbauende Wochenendworkshops durchgeführt. Auf Anfrage kann auch ein Workshoptag oder ein Wochenende durchgegführt werden. Die Teilnehmer_innenzahl liegt zwischen mindestens 6 und höchstens 14 Personen. Diese Workshopreihe ist kein Therapieersatz, sondern ein Angebot sich kreativ mit den heimlichen Begleitern auseinanderzusetzen.

  • Workshop A) Annäherung an das Thema mit Statuen- und Bildertheater
  • Workshop B) konkrete Handlungsalternativen mit dem Forumtheater
  • Workshop C) Handlungsansätze für innere Konflikte mit den Heimlichen Begleitern